Gesundheit und Kranheit

Die Lebenskraft

In der Homöoapathie arbeiten wir mit den Kräften des Organismus, der sog. „Lebenskraft“, die wir gezielt zu einer bestimmten Arbeit anregen.

Alle Krankheiten, soweit nicht grobe äußere Einwirkung die Ursache ist, beginnen als Störung der Lebenskraft.

Diese verborgene Störung gibt sich dem genauen Beobachter nach außen hin zu erkennen durch körperliche und seelische Symptome. Wie auf einem Bildschirm bildet sich das Innere nach außen hin ab, beide bilden aber eine untrennbare Einheit.

Ein Organismus fällt erst dann Einflüssen wie Wetterwechsel oder Ansteckung zum Opfer, wenn die Lebenskraft bereits vorher schon entsprechend beeinträchtigt war.

Das Heringésche Heilungsgesetz

Hering formulierte den Heilungsweg des Körpers, so wie er ihn beobachten konnte: Die Symptome treten im Zuge der Heilung von innen nach außen auf, von oben nach unten und alte bereits bekannte Symptome treten in der umgekehrten Reihenfolge wieder auf.

Das Schichtenmodell
nach George Vithoulkas
(erhielt 1996 den „Alternativen Nobelpreis“ für seine Verdienste um die Homöopathie)

Stellen Sie sich eine Zwiebel vor (Mensch), der in einer seiner Schichten (eine der Zwiebelschichten) erkrankt ist, so wird eine gesunde Lebenskraft versuchen, die Krankheit weg von den lebenswichtigen Organen (im Zentrum der Zwiebel) hin zu den „weniger wichtigen“ Organen nach außen zu verlagern. Umgekehrt kann eine äußerliche Symptomenunterdrückung zu tieferen Erkrankungen führen.

Das ist vor allem bei chronischen Krankheiten wichtig zu wissen, denn treten im Zuge der Heilung alte Symptome wieder auf, dürfen diese möglichst nicht behandelt werden, um den Heilungsprozess; nicht zu verhindern.

Vithoulkas hat mit dem Schichtenmodell ein Schema geschaffen, die die evolutionäre Wichtigkeit der Symptome sortiert, denn die Evolution versucht, das Individuum unter bestmöglichen Bedingungen überleben zu lassen. Muss es doch Symptome zeigen, dann auf einer möglichst „unwichtigen“ Ebene. Wird dem Körper dieser Ausdruck seiner Krankheit nicht erlaubt, indem das Symptom unterdrückt wird, ohne dass die Krankheit selbst geheilt wird, wird der Körper eine andere Ausdrucksmöglichkeit auf einer wichtigeren Ebene suchen müssen. Hier hätten wir dann das erste Symptom zwar vermieden, den Körper insgesamt jedoch noch tiefer erkranken lassen.

Diese tiefen Zusammenhänge vom Naturgesetz der Heilung und Krankheit gilt es zu beachten, will man wirkliche Heilung erreichen und damit eine gesteigerte Abwehrkraft, die in Zukunft dann auch weniger leicht in „Unordnung“ zu bringen ist.